Kohlenstofffasermaterialien etablieren sich zunehmend als hochwertige Werkstoffe und werden unbewusst auch so vermarktet. Kohlenstofffaser-Prepregs finden breite Anwendung im Schienenverkehr, in der Luft- und Raumfahrt sowie im Automobilbau, da sie sich hervorragend für den Leichtbau eignen. Kohlenstofffasern lassen sich nicht direkt zur Produktherstellung verwenden, sondern müssen mit anderen Materialien zu Kohlenstofffaser-Verbundwerkstoffen kombiniert werden. Der Fachbegriff für Kohlenstofffaser-Verbundwerkstoffe ist Kohlenstofffaser-Prepreg. Die Komponenten eines Kohlenstofffaser-Prepregs bestehen hauptsächlich aus Kohlenstofffaserfilamenten und Harz.
Carbonfaser-Prepregs bestehen aus zwei Hauptmaterialien: Carbonfaserfilamenten und dem zweiten Hauptmaterial. Carbonfaserfilamente liegen in Bündeln vor, wobei ein einzelnes Carbonfaserfilament weniger als ein Drittel der Dicke eines Haares hat. Ein Bündel enthält Hunderte von Carbonfaserfilamenten. Da Carbonfaserfilamente fest sind und nicht aneinander haften, werden Bindemittel benötigt. Hier kommt das zweite Hauptmaterial des Prepregs ins Spiel: Harz. Man unterscheidet zwischen thermoplastischen und duroplastischen Harzen. Zu den wichtigsten thermoplastischen Harzen gehören PC, PPS, PEEK usw. Thermoplastische Prepregs sind Verbundwerkstoffe aus diesen Harzen und Carbonfaserfilamenten. Sie vereinen die Vorteile von thermoplastischen Harzen und Carbonfasergarnen: Das thermoplastische Material ist recycelbar, gleichzeitig besitzt es die extrem hohe Zugfestigkeit von Carbonfasermaterialien.
Thermoplastisches Kohlenstofffaser-Prepreg ist ein umweltfreundlicheres Leichtbaumaterial, das nicht nur korrosionsbeständig und hitzebeständig ist, sondern auch recycelt werden kann.